Bloggen und Hypertexten

8. Aufgabe vom 14. Dezember 2006
„Bloggen und Hypertexten“.
Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit den Besonderheiten des Schreibens im WWW, dem Bloggen und Hypertexten. Die Thematik reicht vom individuellen informellen Schreiben in einem Weblog, bis hin zum wissenschaftlichen Schreiben nichtlinearer Texte im Team (kollaboratives Schreiben). Blogs werden im wissenschaftlichen Bereich noch relativ selten genutzt, obwohl sie eine ideale Plattform für die Publikation, Austausch und Kommunikation bieten. Wie beim Journal ist auch beim Weblog die regelmäßige Eintragung wichtig. Anders als beim Journal steht der kreative Prozess, der auf ein Publikum gerichtet ist, im Vordergrund.
„Weblogs (auch Blogs genannt), sind regelmäßig aktualisierte Websites, die eine Mischform von persönlicher Homepage und Diskussionsforum darstellen.“ Die Einträge erfolgen rückwärtschronologisch. Jedem Eintrag ist eine bestimmte URL zugewiesen. Dadurch ist es nicht schwer, sich auf einen bestimmten Eintrag zu beziehen. Der Blogger wird auf eine Bezugnahme auf seinen Eintrag in ein anderes Weblog informiert (Trackbackfunktion). Die dadurch entstehenden vielfältigen Verknüpfungen werden Blogsphäre genannt, wobei jeder Eintrag kommentiert werden kann.
Die Struktur, die ein Weblog kennzeichnet sieht wie folgt aus:
Titel des Eintrags, Eintragsdatum, Eintragstext, Kategorie, Kommentar.
„Tags“ melden, wenn sie dem Eintrag zugeordnet sind, diesen an ein übergeordnetes Verzeichnis. Dies ermöglicht, das offene Netzwerk des Weblog thematisch zu durchsuchen. Zudem gibt es noch andere unterstützende Funktionen wie RSS (Real Simple Syndikation).
Den Inhalt einer z.B. Vorlesung in den Blog zu stellen hat nicht nur den positiven Effekt der Wiederholung, sondern ermöglicht in Zusammenarbeit mit anderen Kommilitonen Ungereimtheiten zu beseitigen, oder die Gedanken zu ergänzen und zu vertiefen. Die heutige Form und Vielfalt des Geschichtstudiums schränkt die Sozialkontakte während des Studiums ein. Die Ortsunabhängigkeit des Weblogs kann diesem Nachteil zumindest teilweise entgegenwirken. Gerade den heutigen Anforderungen an ein Studium kommt ein Weblog entgegen. Der häufige Wechsel des Arbeitsplatzes macht eine Plattform nützlich, die ständig die wichtigsten Ressourcen bereithält. Sie ist damit einerseits Gedächtnisstütze und andererseits ein persönliches Archiv. Für die Vorbereitung einer Diplomarbeit bzw. Dissertation bietet ein Online-Lernjournal Hilfe bei der Absteckung des Interessensgebietes, aber auch bei der Kommunikation mit den Lehrenden. Die Arbeitsschritte bei einer Recherche, selbst wenn sie in eine Sackgasse führen, sind eine wertvolle Information, die es wert ist dokumentiert zu werden, genauso wie Notizen zu Vorlesungen etc. Neben diesen rein persönlichen Möglichkeiten das Weblog zu nützen, können noch unausgereifte Gedanken einer breiteren Leserschaft und deren Kommentaren ausgesetzt werden. Das bedeutet aber auch mit Kritik umgehen zu lernen.Das Weblog eignet sich ideal für ein gemeinsames Schreiben mehrerer Autoren, wie es immer wieder bei Seminararbeiten vorkommen wird.
Wichtig sind natürlich die Fragen nach den eigenen Urheberrechten und den Kriterien des Zitierens bei Materialien aus dem Netz. Das Zitieren erfolgt durch verlinken zu diesen Materialien unter möglichster Angabe des Autors/ der Autorin. Falsche Informationen sollten nicht einfach gelöscht werden, sondern der Fehler durch einen neuen Eintrag aufgeklärt werden.
Einen Weblog kann man einerseits bei einem „Host“ (twoday, blogger, myblog) einrichten. Dies wird Anfängern zu empfehlen sein. Die Einrichtung eines Opensource-Weblogs auf einem eigenen Serverplatz ist andererseits eher Fortgeschrittenen anzuraten.

Kommentar:
Das vorliegende Kapitel beschreibt sehr anschaulich und praxisnah die besonderen Vorteile, die Blogs und Hypertexte, insbesondere für das wissenschaftliche Schreiben selbst, und die vorbereitenden Arbeiten bieten. Bei der Aufzählung der Struktur eines Eintrags wird der Begriff Kategorie erwähnt, aber nicht weiter ausgeführt. Gerade die Kategorie scheint mir aber wichtig, um bei einer chronologischen Aneinanderreihung von Einträgen, den sachlichen Zusammenhang herzustellen.
Romberg - 21. Dez, 08:30

Einige Ihrer Kollegen (wie bspw. Andreas Schmidt; Michael Reiter) kritisierten gerade den von Martin Gasteiner angeführte Aspekt der Förderung von Sozialkontakten durch Weblogs. Sehen Sie dies auch so? Ihre Reflektionsbeitrag ist sehr zu kurz gekommen....

6500020 - 23. Dez, 15:35

Bloggen und Hypertexten

Mit den besten Wünschen für die bevorstehenden Festtage freue ich mich auf die weitere Zusammenarbeit im Neuen Jahr.
Vielen Dank für Ihre Hinweise. In der Frage der Förderung der Sozialkontakte teile ich eher die Meinung von Koll. Gasteiner. Die heutigen Studienbedingungen sind nun einmal so wie sie sind, nämlich wenig kontaktfördernd.Gasteiner weist ja darauf hin, dass diese Defizite durch das Weblog nur zum T e i l wettgemacht werden können. Auf ein Bier kann ich mich auch im Blog verabreden, und persönlichen Kontakt herstellen. Die Kürze meines Kommentars rührt einerseits daher, dass ich Länge vermeiden wollte, andererseits ist der Artikel so klar und verständlich, dass ich aus meiner Sicht keine weiteren Punkte als die fehlenede Information über die Verwendung von Kategorien finden konnte. Möglicherweise sind darüber Informationen in einem weiteren Kapitel vorhanden. Das Thema würde mich interessieren, da der Blog auch als persönliches Journal dienen soll, und eine Vielzahl unterschiedlicher Eintragungen rasch zur Unübersichtlichkeit führen muss.

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